Botanischer Garten Straßburg

Der botanische Garten wurde in seiner heutigen Form zwischen 1880 und 1884 im Rahmen der Einrichtung der kaiserlichen Universität von den deutschen Behörden in Auftrag gegeben, deren ehrgeiziges Ziel es war, nach Berlin ein zweites botanisches Zentrum im deutschen Reich zu errichten. Der Garten befindet sich an der Stelle der ehemaligen Stadtmauer und erstreckt sich über 3,5 ha. Er war früher mit wunderschönen Gewächshäusern aus Metall ausgestattet. Heute ist nur noch das runde Gewächshaus „Serre de Bary“ vorhanden, das nach dem Professor benannt ist, der den Garten geschaffen hat. Dieses 1993 unter Denkmalschutz gestellte Gewächshaus beherbergt tropische Pflanzen aus Asien und einen Teich mit 7 m Durchmesser, in dem schon seit jeher die Amazonas Riesenseerose (victoria amazonica) gezüchtet wird.



Der botanische Garten hat es sich zur Aufgabe gemacht, exotische Pflanzenarten zu akklimatisieren und durch die Anpflanzung eines Teils der vielen bedrohten Arten die außerordentliche botanische Vielfalt der Natur zu bewahren. Seine Rolle besteht auch darin, die Öffentlichkeit dafür zu sensibilisieren, wie wichtig der Erhalt der Artenvielfalt ist.

Der von der Universität Straßburg verwaltete und unterhaltene botanische Garten wurde 1991 in eine Zusatzliste des Denkmalschutzes aufgenommen. Als echtes lebendiges Museum bietet er inmitten der Stadt eine wunderschöne grüne Oase, in der man mehr als 6000 verschiedenen Spezies bewundern kann, darunter alte oder seltene Arten aus fünf Kontinenten. Der botanische Garten Straßburg ist einer der bedeutendsten in ganz Frankreich.

DER BOTANISCHE GARTEN

28, rue Goethe (Eingang in der Allée Anton de Bary) – Frei zugänglich. Die Öffnungszeiten variieren je nach Monat.

Der botanische Garten